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Ring

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Mit seinen 1959 initiierten Bildhauersymposien im Steinbruch von St. Margarethen beförderte Karl Prantl nicht nur die Idee des gemeinsamen Arbeitens internationaler Steinbildhauer vor Ort an der Materialquelle, sondern auch die öffentliche Präsentation von Skulpturen in Naturlandschaften. Diese Form des gemeinsamen Arbeitens verbreitete sich schnell weltweit. Das Arbeiten in der freien Natur bildete für Prantl einen wichtigen Bestandteil seiner künstlerischen Tätigkeit. Der Reiz, in einer offenen Landschaft zu arbeiten und dabei die Skulpturen im Austausch mit dem Außenraum entstehen zu lassen, prägen seine monolithischen und Ruhe ausstrahlenden Werke. Die bei „Blickachsen 11“ ausgestellten Beispiele beleuchten Prantls nuancierten Umgang mit den unterschiedlichsten Arten von Stein. Während in Bad Homburg zwei seiner Arbeiten aus kanadischem Granit zu sehen sind, besteht der in Kronberg ausgestellte „Ring“ mit seiner glatt polierten Oberfläche aus Serpentin. Der nahezu kubische „Stein zur Meditation“ aus norwegischem Labrador hingegen ist auf der Oberseite mit Reihen von perlenartigen Erhebungen plastisch gestaltet. Sie alle laden im wörtlichen Sinn zum ‚Be-greifen‘ ein, zu einer bedächtigen und sinnlichen, sowohl haptischen als auch optischen Erfahrung.

Künstler Karl Prantl
Erstellungsjahr 1995-1996
Technik Serpentin
Maße 120 x 230 x 230 cm
ausgestellt in Blickachsen 11, Kronberg im Taunus

Kunstwerke von Karl Prantl

Blickachsen 2