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Hektor Kopf

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Die grob bearbeiteten Oberflächen sind charakteristisch für die bildhauerischen Arbeiten des deutschen Künstlers Markus Lüpertz. Für sein breites Schaffen, das Malerei, Grafik und Skulptur umfasst, nutzt er klare Konturen und Formen, die in ihrer Direktheit unmittelbar auf den Betrachter wirken. Seine meist aus Bronze gegossenen und häufig bunt bemalten Skulpturen widmen sich vorrangig der menschlichen Figur, die weitgehend einem allgemeinen, archetypischen Modell entspricht. Dabei verzichtet Lüpertz auf individuelle Züge oder verbindet weibliche und männliche Merkmale. Bei „Blickachsen 11“ ist im Kloster Eberbach eine repräsentative Auswahl seiner kraftvollen Skulpturen zu sehen, die religiöse Sujets („Judith“, „St. Sebastian“) sowie Motive der antiken Mythologie und der Künste verkörpern. Dabei beschränkt Lüpertz die farbige Fassung seiner Skulpturen nach antikem Vorbild nicht auf die antiken Motive. „Hektor Kopf“, „Athene“, „Achilles“ und „Odysseus I“ vertreten mythologische Figuren des Krieges. Selbst in der Gegenüberstellung der Komponisten „Mozart“ und „Salieri“ schwingt das Motiv des Kampfes und der Konkurrenz mit. Die Figur des „Malers“ hingegen hat die Arme auf den Rücken gelegt und begegnet dem Gegenüber offen und selbstbewusst mit der Stärke der Kunst.

Künstler Markus Lüpertz
Erstellungsjahr 2014
Technik Bronze, bemalt, 2/6
Maße 145 x 92 x 75 cm
ausgestellt in Blickachsen 11, Kloster Eberbach