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bed (Placements)

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Die Skulpturen des Österreichers Manfred Wakolbinger wurden bereits vielfach in Europa und den USA ausgestellt, auch 1987 auf der documenta und 1993 auf der Venedig-Biennale. Die fünf großformatigen Arbeiten, die bei „Blickachsen 11“ als Gruppenkonstellation in Bad Homburg installiert sind, bespielen die Schnittstelle von Figuration und Abstraktion. Auf den ersten Blick erscheinen die linienhaft geprägten, aber durchaus organisch anmutenden Figuren ein nicht-gegenständliches Muster wiederzugeben. Unter Berücksichtigung der Titel verdichten sich die Formen jedoch zu symbolhaften Zeichen: So lässt sich bei der Arbeit „door“ eine bogenartige Rundung ausmachen, „jump“ erscheint wie ein springender Körper, der die Gliedmaßen von sich streckt, während die Skulptur „bed“ aufgrund ihrer längeren Form am Boden Assoziationen an eine Liege weckt. Die geschmeidig bewegte Kontur der Objekte kontrastiert die Schwere des Edelstahls und fügt sich mühelos in den umgebenden Raum ein. Die Gegensätze von Innen und Außen, Hart und Weich sind charakteristisch für Wakolbingers Werk, in dem das Thema Raum ein große Rolle spielt. So fügt er in seinen Film- und Fotocollagen auch virtuelle Skulpturenmodelle seiner „Placements“ überlebensgroß in Aufnahmen realer Landschaften ein.

Erstellungsjahr 2017
Technik glasperlgestrahlter Edelstahl
Maße 300 x 155 x 22 cm
ausgestellt in Blickachsen 11, Bad Homburg