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Hirtin

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Der Maler und Bildhauer Jean Y. Klein hat für „Blickachsen 11“ in Bad Homburg seine Figur „Hirtin“ als lebensgroße Bronze angefertigt und stellt auch im Freilichtmuseum Hessenpark aus. Die „Hirtin“ kann als charakteristisch für das plastische Schaffen des Kanadiers gelten, der sich in seinem Werk vorrangig weiblichen Figuren der griechischen Mythologie widmet. Die Figur der „Hirtin“ steht in Zusammenhang mit dem Mythos von Arkadien als einem idyllischen Ort, in dem ein Hirtenvolk im Einklang mit der Natur und ohne schwere körperliche Arbeit glücklich und unbeschwert lebt. Kleins „Hirtin“ trägt beschützend ein Lamm auf ihren Armen und unterstreicht damit die innere Verbundenheit von Mensch und Tier. Die bukolische Vorstellung von Hirten als Grenzfiguren, die unabhängig von der bäuerlichen Ordnung in Freiheit leben, ist auch formal in Kleins Darstellung seiner „Hirtin“ eingeflossen: Sie folgt nicht den strengen Gesetzen menschlicher Anatomie, vielmehr zeugt ihre freie und gestische Oberflächengestaltung von einem undogmatischen Umgang mit den Schönheitsidealen und Herstellungsverfahren der antiken griechischen Tradition. So bilden Kleins Figuren keine reinen Abbilder bekannter Gestalten, sondern sollen als Projektionsflächen die Fantasie des Betrachters ansprechen.

Künstler Jean Y. Klein
Erstellungsjahr 2017
Technik Bronze, Ex. 1/6
Maße 175 x 80 x 60 cm
ausgestellt in Blickachsen 11, Bad Homburg

Kunstwerke von Jean Y. Klein