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Kopf im Kopf

Kopf im Kopf9

Zum zweiten Mal nimmt der österreichische Bildhauer Alfred Haberpointner bereits an den „Blickachsen“ teil. Dieses Jahr präsentiert er im Bad Homburger Kurpark einen drei Meter hohen „Kopf im Kopf“, eine stählerne Skulptur, die die Wahrnehmungsgewohnheiten des Betrachters herausfordert. Das Überblenden zweier Figuren erzeugt eine flirrende Atmosphäre und wie bei einer Kippfigur schwingt der Blick zwischen zwei Ansichten: einer Kopfform aus horizontalen Parallelschichten und einer massiven Form in deren Innerem. Die linienhafte Gliederung der Arbeit bezieht den Außenraum in die Betrachtung mit ein, wodurch der abstrahierte Kopf je nach Standpunkt und Fokussierung wechselweise oder auch gleichzeitig als transparentes Liniengefüge und als Kopffigur erscheint. Diese Wechselbeziehung von Körper und Raum, Hülle und Kern kann als charakteristisch für Haberpointners bildhauerisches Werk gelten, in dem die Kopfform eine prominente Position besetzt, die der Künstler wiederkehrend und seriell bearbeitet. Dabei sind seine meist aus Holz oder Metall angefertigten Skulpturen Ergebnis langer Werkprozesse und diese Zeitlichkeit überträgt sich auf den Betrachter: Haberpointers „Kopf im Kopf“ ist erst im perspektivverändernden Umrunden und wiederholten Schauen erfahrbar.

Erstellungsjahr 2017
Technik Stahl, Beton
Maße 300 x 116,5 x 157 cm
ausgestellt in Blickachsen 11, Bad Homburg

Kunstwerke von Alfred Haberpointner

Blickachsen 11

Blickachsen 8